Bergmesse 2016 am 18. September

Alle Jahre wieder findet am 3. September-Sonntag – in der Nähe der Ackerlhütte - eine Gedenkmesse, anlässlich der Gipfelkreuzerrichtung auf der Mauckspitze, statt.

Wenn es auch stets die gleiche Strecke ist, die wir da nach oben gehen, ist es immer wieder ein Erlebnis zur Ackerlhütte zu gehen, weil es doch jedesmal anders ist, Pflanzen Blumen, Bäume, Wiesen sind in unterschiedlichen Jahren sehr verschieden, und das Wetter trägt auch seinen Teil dazu bei.

Da war das Stichwort „Wetter“:
Voraussagen versprachen nichts Gutes und als am Sonntag früh bei einigen der Wecker klingelte, und man dann mit einem Blick nach draußen schaute, wo es stark regnete, war das für viele der Anlass, dem Wecker eine d`rauf zu hauen, und sich noch einmal im Bett umzudrehen.

Unseren Geistlichen Herrn – Pater Steinle - sowie dreißig Personen und sechs Musikanten, ließen sich vom Wetter nicht schockieren, und setzten sich in Richtung Tirol in Bewegung, und wurden dafür belohnt.
Wir waren noch nicht einmal in Rosenheim, da hat es aufgehört zu regnen, und die Sonne schaute ganz schüchtern zwischen den Wolken hervor, sie hat sich sicher gefreut, dass einige doch an sie glaubten.

In Prama marschierten wir weg, und als wir aus dem Wald in die freien Wiesenhänge kamen, hatten sich auch immer wieder Gebirgsgipfel gezeigt. Es war ein Wechselspiel zwischen Wolken und freier Sicht, wir waren froh um dieses Wetter, es hätte auch leicht genauso ungemütlich sein können wie bei uns zu Hause in Haag.

Die Kitzbühler Freunde hatten schon einen Altartisch vorbereitet, Pater Steinle und der Herzog Sepp taten das übrige, diesen Altar schön und würdig zu gestalten.

Unsere Vorstandin Ulla Brehm hielt vor der Hl. Messe noch eine Ansprache, wobei sie alle Anwesenden begrüßte, allen dankte die zum Gelingen dieser Messe beigetragen haben, und ein Gedenken an Verstorbene Bergkameraden anregte.

Ein besonderer Dank ging wieder an die Kitzbühler Bergfreunde, die für uns Sitzgarnituren aufstellten, und uns vor und nach der Messe mit Getränken versorgten.

Ulla Brehm teilte uns auch mit, dass Herr Pfarrer Stemmer aus gesundheitlichen Gründen die Messe heuer nicht halten konnte, kurzfristig ist Pater Steinle eingesprungen, dafür waren wir sehr dankbar.

Pünktlich um 11.00 Uhr begann die Hl. Messe. Auch Pater Steinle stellte sich vor, und erwähnte, dass er die Einladung gerne angenommen hatte und ihm Herr Pfarrer Stemmer sagte, dass es bei uns üblich sei, dass nach Ende der Messe ein paar Witze vom Geistlichen kommen.

Wenn auch die Gruppe der Kirchgänger dieses Jahr kleiner war als sonst, war es eine sehr schöne Hl. Messe unter Gottes wechselndem Himmel, die Blaskapelle Ramsau übernahm die musikalische Umrahmung in gewohnt guter Ausführung.

Nach Kommunion und Segen kam dann Pater Steinle seiner „Stemmer Pflicht“ nach, er erzählte jedoch keine Witze sondern lustige Anekdoten, die sich wirklich zugetragen haben, eine davon will ich wiedergeben:

„Ein Paterkollege von Pater Steinle hatte das Pech, dass ihm ein Vogel sein „Patzerl“ direkt auf dem Kopf ablegte. Man erwartete natürlich, dass dieser ein wenig sauer reagiert hätte, doch dieser betete zu Gott: „Lieber Gott, ich danke Dir, dass Kühe nicht fliegen können !“

Nach der Hl. Messe saßen wir gemütlich vor der Ackerlhütte, die Musikanten spielten auf, alle waren gut drauf, die Stimmung war so gut, dass sich sogar ein paar entschlossen, ein Tänzchen zu wagen.
Wenn wir auch teilweise mit Wolken verhangenen Gipfeln zufrieden sein mussten, so haben wir doch immer wieder für kurze Zeit den Rettenstein, das Kitzbühler Horn und die Mauckspitze gesehen, wenn man diese Berge fotografieren wollte, musste man schnell sein.

Wir alle waren froh, in der Frühe dem Wecker „keine geschmiert zu haben“ , und dass wir aufgestanden und hier her gegangen sind.

Auch Pater Steinle gesellte sich zu uns und genoss die gut gelaunte Gesellschaft hier oben, und brachte noch ein paar lustige Begebenheiten.

Es ging dann wieder zu Fuß bergab, unser lieber Petrus verschonte uns, dass wir den Regenschirm aufpflanzen mussten, erst bei der Heimfahrt – nach Rosenheim – betätigte der Wast den Scheibenwischer unseres Busses.

Wir waren um 16.00 Uhr wieder in Haag, es blieb noch genug Zeit, um sich für eine
„Abschlußmaß“ beim Herbstfest-Ausklang vorzubereiten.


Bericht: AK
Fotos: AK

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