Bergtour Schafelberg und Kirchberg 28. August 2016

Tourenbegleiter: Sebastian Binsteiner

„Trotz übergroßer Hitze,
war die Tour heut`Spitze,
den Schafel ham mia nieder g`gmacht,
und gingen dem Kirchberg auch aufs Dach,
der Wast hat g`wusst, wo geht es hin,
und jetzt sitzen wir beim „Herzl-Wirt“ drin.“

Das ist die Kurzfassung für die Chronik, aber es geht auch ein bisschen ausführlicher.

Heute war ein Tag angesagt, der gut vorgeheizt war, alle wussten, dass wir über 30 Grad Celsius bekommen werden. Trotzdem wollten genau ein Dutzend Leute diese Tour gerne gehen, und das war gut so.

Mit einem Privatbus und einem PKW fuhren wir pünktlich um 7.00 Uhr in Haag ab, unser Ziel war Waidring an der Steinplatte. Von dort ging es dann zum Berggasthaus Oberweißbach, und noch ein kleines Stück mit den Autos bis zur Rechensau-Kapelle (1014 Hm). Da waren dann die nötigen Parkplätze da, wo auch unsere Tour begann.

Bereits von hier aus war eine schöne Aussicht, aber es wird noch besser. Am Anfang gehen wir im Wald einen Pfad, dann erreichen wir die baumfreie Zone, weite Weidenflächen in schönem Grün wurden uns da geboten.

Wir gingen dann da bis zur unbewirtschafteten Rechensau-Alm ( 1293 Hm) , das war ca. die Hälfte der Aufstiegsstrecke zum Schafelberg. Hier machten wir eine Pause, mitgebrachte Getränke waren gefragt.

Weiter ging es dann wieder über freie Wiesenhänge, bis wir dann in den riesigen Latschen-Feldern den Gipfel des Schafelberg erreichen. 2 ¼ Stunden – genau die Zeit, die auf den gelben Schildern angezeigt war, haben wir gebraucht, die nötigen Trinkpausen inbegriffen.

Der Gipfel befindet sich zwar in den Latschen, jedoch trotzdem mit einer sehr guten Aussicht auf die Steinplatte, Loferer Steinberge (mit den Gipfeln Großes Rothorn – Großes Reifhorn und großem Ochsenhorn), und Leoganger Steinberge (mit dem Birnhorn, und Grießener Hochbrett – übrigens alles Gipfel in der 2500 m – Zone), Wilder Kaiser und viele andere mehr. Es war ein „Nobelgipfel“ mit Holz-Sitzgelegenheiten, genau geeignet für unsere Mittagspause, wenn es auch erst 11.15 Uhr war.

Nachdem sich alle gestärkt hatten, gingen wir zum zweiten Gipfel, den wir uns vorgenommen hatten, den Kirchberg (1678 Hm). Zuerst ging es in den Latschen bergab, bis der Gegenanstieg erfolgte, und in ca. einer halben Stunde waren wir auch dort angelangt. Auch hier war ein Holzkreuz, mit schöner Aussicht.

Ab hier war Abstieg angesagt, zuerst ging es durch Latschen und auch freie Sicht-Landschaft mit kleineren, felsigen Abwärts-Passagen, relativ flach auf einem Höhenrücken weiter, und siehe da, als wir wieder auf das freie Gelände der Almen kommen, finden wir heute unser drittes Holz-Kreuz, diesmal nicht auf einem Gipfel, sondern in der Weide-Landschaft, oberhalb der Hochbreitau-Alm (1440 Hm).

Auch hier machten wir eine Pause, die Aussicht war zu schön, um weiter zu gehen, die Steinplatte sehen wir von der Seite, die Kletterer erfreuen dürfte und alle oben erwähnten Gebirgsmassive waren zum Greifen nahe. Mit schönen Aussichten hat der Wast heute nicht gespart, schon diese Tatsache allein, war die Tour wert.

Ein Stück ging es dann quer durch die Wiesen – Vieh war dort zur Zeit nicht zu sehen, die Tiere waren im Stall – bis wir dann die Wirtschafts-Straße erreichten. Auf dieser Schotterstraße ging es dann längere Zeit nach unten.

Die Sonne meinte es gut mit uns, und heizte mit voller Kraft ein, doch es ging auch meistens „a kloans Lüftl“ (eine kleine Brise Wind) , und wenn man einen Abstiegspartner gefunden hatte, mit diesem über irgend ein Thema ratschte (diskutierte), vergaß man den Planeten ein wenig.

Irgendwann waren wir dann auch wieder in der Baumzone, das tat dann gut, und als wir unsere Autos erreichten, waren wir uns alle einig: Schuhe runter von den Füßen, und auf ins nächste Wirtshaus, das ja nicht weit entfernt war, der „Herzl-Wirt.“

Hier gingen die „Halunkinationen“ (Wünsche) in Erfüllung, schnell kamen die Russenhalbe und das Essen. Man war glücklich über die Tour, und die Einkehr, das Leben hatte ein richtig gutes Gesicht, noch knapp zwei Stunden Heimfahrt, dann Duschen, dann Trinken und Essen, dies war wohl bei allen Teilnehmern der weitere Tagesablauf.

Sechs Stunden waren wir unterwegs, abzüglich der Pausen sind wir ca. gute fünf Stunden marschiert, wir hatten einen wunderschönen Gebirgstag, das meinten alle.

Bericht: AK
Fotos: AK
Fotos: HK

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