Feichteck-überschreitung und Feichteckalm am Sonntag, 24. Sept. 2017

Die Wetterprognosen sagten für den Sonntag wieder mal nicht das gewünschte Wetter voraus, Regen oder ab Mittag Regen, man konnte sich heraussuchen, welchem dieser Wetterdienste man glauben will.

Hannelore Kern hat als Tourenbegleiterin diese Tour angeboten, und sie glaubte an ein halbwegs gutes Wetter. Elf Personen, die ähnlich dachten, haben sich heute um 8.00 Uhr mit dem Citybus und einem PKW auf den Weg gemacht, zum Waldparkplatz über dem Duftbräu.

Nach dem Morgennebel sahen wir tatsächlich die Sonne, und frohgemut gingen wir beim Parkplatz links, zuerst durch den Wald und dann auf einem freien Wiesenweg bis zur Wagneralm.

Dort rauchte der Kamin noch nicht, und das störte uns auch nicht, denn eine Einkehr dort war ohnehin nicht eingeplant.

Wieder im Wald geht es in Serpentinen ganz flott nach oben, bis wir auf eine Lichtung kommen, wo die Sonne schon ihre ganze Pracht entwickelte. Ein Blick nach unten zeigte uns, dass wir schon ganz gut was an Höhe geschafft hatten.

Ab jetzt ist es nicht mehr so steil ansteigend, immer wieder auch flachere Stücke, bis wir bei einer Wiese ankommen, wo wir den Gipfel schon sehen, und auch einen Stadel, hinter dem wir die Feichteckalm wissen.

Im Wald gehen wir auf einem Wurzelteppich weiter, bis wir dann auf einen Pfad am Waldrand treffen, der in Richtung Giipfel geht. Kurz vor dem Gipfelkreuz begrüßt uns ein stabiles Stoamandl, und schon sind wir da.

A Tassn Tee, a Wurstsemme, oder auch was anderes tun gut, und nicht zuletzt auch des Schnapserl von der Finni.

Hier heroben ist es windstill, wir haben Fernsicht, die Sonne versucht mit ihren Strahlen, uns etwas aufzuwärmen. Alle sind guter Dinge, dass wir hier sind, dann noch einige Fotos und der Eintrag ins Gipfelbuch, wie es sich gehört.

Anschließend gehen wir den etwas steilen Pfad – mit Blick auf die Hochries und Karkopf- nach unten.

Es ist schön, dass wir bereits den Beginn des „Herbstelns“ betrachten können. Ganz schüchtern beginnen bereits sich die ersten Laubbäume zu verfärben, bald werden wir bei unseren Bergtouren den „Goldenen Oktober“ erleben, mit seiner Vielfalt an bunter Natur.

Wir erreichen die Straße, und gleich nach dem Wald geht es nach einer Haarnadelkurve rechts in ca. ½ Stunde zur Feichteckalm.

Da wir etwas verschwitzt sind, bevorzugen wir das Innere der Alm. Hier werden wir gut mit Getränken, Suppen, Kaffee und Kuchen versorgt.

Wenn es auch auf der Alm keine Farbpostkarte gab, so haben wir es trotzdem auf einen „Schnell-Sechszeiler gebracht:

„Elf Leute fuhren von Haag heut weg,
um zu gehen auf das Feichteeck,
nachdem die Sonne wir gesehen,
tun wir in die Feichteckalm gehen,
hier tun sich da alle laben,
denn in 3 Monaten ist Hl. Abend „

Wir beschließen, einen anderen Weg ins Tal zu gehen, als wir herkamen. Einen knappen Kilometer gehen wir eigentlich in die falsche Richtung, erst dann, bei einer „gaachen Kurv`n“ geht es in die Richtung, in die wir wollen: Wagneralm und Waldpakplatz. Es ist gut zu gehen auf dieser Kiesstraße, und knapp vor 15.00 Uhr sind wir bei den Autos.

Wir sehen noch die Paraglider, die von der Hochries starten, und kommen direkt am Landeplatz vorbei. Die Sonne scheint jetzt auf Hochtouren, im Hintergrund ist blauer Himmel.

Die Hannelore als Tourenbegleiterin, der Wast als unser bewährter Kleinbusfahrer, die Maria – die unsere „Verfolgerin“ mit dem war, und die Sonne haben dafür gesorgt, dass wir alle einen wunderschönen „Goldenen September-Tag“ hatten.

Um 16.00 Uhr waren wir wieder in Haag, und wir bedauerten, dass das Herbstfest schon zu Ende ist, a Masserl, a Hendl, und a Musi, das hätten wir jetzt schon noch vertragen können.


Bericht: AK
Fotos: AK
Fotos: HK

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