Sonnwendfeier am Samstag, 2. Juli

Heuer gab es bei der Ausrichtung unserer Sonnwendfeier durchaus Besonderheiten.

Dass wir den ersten Termin verschieben mussten, war ein Segen. An dem Samstag vor einer Woche – wo das Feuer ursprünglich gewesen wäre - war Sauwetter und Sturm, die von Huber Hans und seinen Helfern zurecht gerichtete Sonnwendfeier-Holz-Pyramide wurde vom Sturm umgeblasen.
Aber so was kann den Hans nicht schocken, schon bald darauf wurde mit Tatkraft vom Wirt wieder alles so hingerichtet, dass es passte.
Diesmal hatten wir Veranstaltungskonkurrenz, es war das Fußball-Spiel der Europameisterschaft Deutschland –Italien. Dass sich da schon einige für den Fußball entscheiden werden, war wohl klar.

Unser Pfarrer feierte heute Abend sein 10-jähriges Priesterjubiläum, mit einer Hl. Messe und anschließender Stehempfang im Pfarrheim.
Die weiteren Gegenveranstaltungen, wie Petersfeuer in Kirchdorf und die Darbietung „am Stoa“ wurden tags zuvor wegen der Schlechtwetterprognosen abgesagt.

Das Wetter bot dann leichteren und schwereren Regen in Abwechslung, was viele Leute auch nicht aus den Höhlen treibt.
Bei der Anfahrt machte ich mir meine Gedanken, werden es heute mehr oder weniger als ein Dutzend sein, die der Sonnwendfeier beiwohnen ?
Doch, als wir die überdachte Terrasse beim Wirt betraten, waren da schon fast zwei Dutzend Leute anwesend, und es tröpfelten noch immer weitere Gäste herein, die die Gesellschaft dem Fußball vorzogen, und nebenbei auch witterungsfest waren. Selbst Leute, die vorher dem Pfarrer die Ehre erwiesen, sind anschließend noch nach Stauden gekommen.

Die Zwei –Mann/Frau-Musi spielte auf, sie mit der Diatonischen und die Tuba blies nicht der Huber, sondern es war der Richard, von der Kapelle „Bierfuizl.“ Ein echt grüabiges Duo, das genau zu diesem Anlass passte.

Wie üblich wurde das Kinderfeuer schon früher entzündet, damit die Jugend – ebenfalls wetterfest – ihre Würstl und Grillbrote auf die gewünschte Temperatur bringen konnten.

Bei der nötigen Dunkelheit wurde dann das große Sonnwendfeuer „o-kent“ (entzunden), in der Nähe der großen Flamme gab es auch keinen Regen mehr, man konnte sich vorne und hinten im Wechsel richtig aufwärmen, und keiner dachte mehr, dass schlechtes Wetter ist.
Selbst die Musikanten ließen es sich nicht nehmen, am Feuer einige „Stückln“ (Lieder) aufzuspielen, bevor sie die Instrumente dann wieder in die trockene Zone brachten.

Wenn die Rede der Vorstandin auch nur kurz war, es war eine Rede, sie bedankte sich bei den „Eisernen“ für das Kommen.
Nachdem wir lange genug am Feuer waren, haben wir beschlossen, dass wir heute keine „Feuerwache“ brauchen, und der Abend verlief in Geselligkeit.

Ja, ganz kalt hat uns das heutige hochkarätige Fußballspiel auch nicht gelassen. Immer wieder verschwanden ein paar Leute, gingen zum Fernseher des Wirtes, und berichteten dann über den Stand des Matches.
Alle anderen Gäste unseres Vereins ließen sich frohgemut von der Musi unterhalten, man warf hin und wieder einen Blick auf das nun schon niedrig gewordene Sonnwendfeuer.

Sicher waren es heuer weniger Leute als sonst, bei schönem Wetter und ohne Fußball. Die Gäste, die in der Regel mit dem Radl kamen, blieben diesmal auch zu Hause oder bewegten das Auto.

Als wir den Nachhauseweg antraten, wussten wir, dass das Fußballspiel bereits in der Verlängerung war und wer wollte, konnte zu Hause noch mitverfolgen, wie die Verlängerung und das mysteriöse Elfmeter-Schießen ausgingen. Viele freuten sich sicher über den Sieg der deutschen Mannschaft.

Alle, die dabei waren, hatten in Stauden ihren Spaß, der Wirt versprach, nächstes Jahr zur Sonnwendfeuer wieder die Sonne einzuschalten, wir alle waren der Meinung: „Mia san ja ned aus Zugga, mia z`gengan ned, und des mera von dem Nass foit ja eh danebn !“

Bericht: AK
Fotos: AF
Fotos: AK

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