Breitenberghaus am Wendelstein, mit musikalischer Umrahmung

Tourenbegleiter: Ulla Brehm

Unsere Vorstandin hat uns diesmal eine ganz besondere Tour angeboten: Nachmittags-Bergwanderung mit musikalischer Unterhaltung, Ziel war das Breitenberghaus am Wendelstein.

Mittwochs um 15.00 waren 21 Personen zur Abfahrt bereit, die Fahrt ging nach Rosenheim, Brannenburg und dann nach St. Margarethen, wo wir bei der Kirche unsere Autos parken konnten.

Bei einer Temperatur von knapp dreißig Grad begannen wir zu marschieren, vorbei an Feuerwehr und Schnapsbrenner-Hof, bis wir etwa nach der Hälfte der Gehstrecke bei der mächtigen Linde waren, die leider vor einigen Woche der Sturm umgerissen hat. Der Baum beeindruckte früher immer wieder, mit seinem mächtigen Stammdurchmesser, sowie der prächtigen Krone – belaubt oder auch unbelaubt. Jetzt liegt er in zwei großen Teilen am Boden, und wartet auf die Holzarbeiter, die ihn zusammenschneiden und ins Tal transportieren.

Das Bestaunen der Linde kam uns gerade recht, wir konnten das mit einer kleinen Trinkpause verbinden, und die Aussicht, z.B. auf die drei Gipfel des Heuberges, war auch nicht ohne.

Der zweite Teilabschnitt unserer Tour führte uns dann sehr steil im Wald zu unserem Ziel, wo es sich schon angenehmer gehen ließ.

Obwohl in St. Margarethen das gelbe Schild eine Gehzeit von 1 ¼ Stunden voraussagte, waren wir trotz Trinkpause in 55 Minuten, die einen einige Minuten früher, einige ein paar Minuten später beim Taferl: „Breitenberghaus“, wir bogen links ab, und gingen die letzten paar Meter zum Haus hinab, reservierte Plätze im Freien warteten schon auf uns.

Nach einem kurzen Getränk stellte sich auch schon der Hunger ein, alle bestellten sich was, je nach Gusto.

Dann war es so weit, die Beatrix und Rosi mit ihren Kindern installierten die Instrumente, und schon kamen die ersten Gesangseinlagen. Wir kannten die Chefin der Gruppe bereits von unserer letzten Mitglieder-Hauptversammlung, die erstmals musikalische Begleitung hatte.

Es folgten unterhaltsame Stunden, schmissige Lieder – die zur Umgebung passten, und Gesänge von brav, bis mit einem Hauch auch von „frech“. „Host s`Geld – und host d`Uhr – und host s`Hosentürl zua…“ war einer der Songs, die einen Bauern beschreibt, was er alles nicht vergessen darf, wenn er den Hof verlässt.

Der Gisela, die vor einigen Tagen einen runden Geburtstag hatte, wurde ein Geburtstags-Ständchen gesungen, mit einer Runde Bärwurz bedankte sie sich bei den Musikanten.

Es waren schöne und gemütliche Stunden hier oben, dafür sorgten die Musikanten, wo auch schon die Allerkleinsten integriert waren. Durch Selbstbedienung bei den Getränken musste man auch auf das Nasse nicht warten.

So ging es bis 22 Uhr, dann wurden die Stirnlampen aus den Rucksäcken geholt, es war froh gelaunter Abmarsch ins Tal angesagt. Auch so ein Nachtmarsch hat seine Reize. Die Kühe auf der Weide schauten uns ganz ungläubig an, wahrscheinlich haben sie sich gedacht: „ die müassatn doch eigentlich a scho schlaffa….“(damit meinten sie uns) und gingen ihrer Tätigekeit – dem Gras fressen – weiter nach.

Nach der Rückfahrt waren wir genau zur „Geisterstund“ wieder zu Hause in Haag, Geist sahen wir zwar keinen, doch hatten wohl noch einige eine „Halunkination“, indem diese einen Kühlschrank mit kühlen Getränk vor sich sahen.

Allgemein war man sich einig, so was machen wir bald wieder.

Bericht: AK
Bilder: AK

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