Wildkräuterwanderung am 25. Mai mit Werner und Carola Reischl

5 Wanderer, 2 Damen der DAV-Sektion Haag und 2 Hunde starteten bei idealem Wetter am 25. Mai in Richtung Reit im Winkl zur Kräuterwanderung.

Am Parkplatz vor Reit warteten schon 4 weitere Mitwanderer. Nach der Begrüßung und zum Kennenlernen servierte uns Carola als „Startschwung“ einen selbst angesetzten leckeren Kräuterlikör.

Der Weg durch den Weißgraben bis zur Gräben-Alm wurde dann auch sehr genau und aufmerksam begangen. Brunnenkresse, Veilchen, Gänseblümchen, Giersch, Fichtenspitzen, Labkraut, Frauenmantel, Günsel und vieles mehr – alles wurde genau analysiert und betrachtet. Die Farben der Blüten von Wildkräutern & Pflanzen sind genau so wichtig für den menschlichen Genuss wie die Farben und Anordnung der Blätter.

 

Der Giersch–Merksatz lautet:

3, 3, 3 bist beim Giersch dabei!

Was wiederum bedeutet:

3-kantiger Stängel (Blattstiel) und 3 Blätter die wiederum 3-fach gefiedert sind.

 

Von der Gräben-Alm gings weiter - immer an einem Bergbach entlang - in Richtung Weitsee. Dabei wurde noch für einen schmackhaften Tee Roßminze mitgenommen. Am Weitsee „zauberte“ Werner aus seinem Rucksack ein „Wildkräuter-Picknick“ mit allem Drum und Dran. Weißes Tischtuch, Servietten, Teller, Löffel, Messer und dann die selbst gemachten Köstlichkeiten: Wildkräuter-Pesto, eingelegte Löwenzahn-Blütenknospen (sehr fein), Giersch-Limo und Giersch-Semmeln, Holunderblütensirup, Löwenzahnblüten- und Fichtenspitzengelee und natürlich den Quark, der mit den unterwegs selbst gesammelten Un-Kräutern angerührt wurde. Der schmeckte ja nur lecker! Der Tee mit Roßminze war, ebenso wie der mitgebrachte Fichtenspitzentee, ein Genuß. Die Abwechslung zu den üblichen Tees.


Wir unterscheiden Wiesenbärenklau und Riesenbärenklau:

Ist der Stängel kantig und rau – ist es der Wiesenbärenklau.

Ist der Stängel rund und fleckig, geht es dir bald recht dreckig!

 

Nachdem wir uns gestärkt hatten, gings in Richtung Pötschalm. Und hier verwöhnten uns die Almwiesen mit üppiger Blütenpracht. Brillenschötchen, geflecktes Knabenkraut, Bachnelkenwurz, kugelige Teufelskralle - um nur einige zu nennen.

Auffallend ist hier, dass kein Weidevieh, zumindest keine Kühe, gehalten wird. Und fast am Ende des Weges erfreute uns noch eine Frauenschuhorchidee mit 3 Blüten! Jeder war noch begeisterter davon.

In Entfelden wurden von den beiden Fahrern die Autos geholt, die übrigen Wanderer ließen den Tag nochmals Revue passieren. Carola servierte noch Getränke mit diversen Kräutern und natürlich den sehr feinen Likör. Zu Aussehen und Verwendung der Kräuter hatte Carola noch ein Informationsskript, unter anderem mit allen Rezepten, zusammengestellt.

Für uns Alle war es ein interessanter „Genußtag“. Danke nochmals an Werner und Carola, die mit dieser Wanderung etwas Besonderes angeboten haben.

GF


Bilder:

G. Frey

W. Reischl

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